Digitale Netzwerke - Nachbarschaft 2.0

"In der Anonymität der wachsenden Großstadt gewinnen hyperlokale Netzwerke zunehmend an Bedeutung. Zwar haben sich Nachbarn von jeher vernetzt. Erst seit Kurzem findet diese aber im Internet statt. Ein kleiner Ausflug in die Nachbarschaft 2.0.
Als meine Nachbarin – zuvor in der Schweiz beheimatet – in unser Berliner Mietshaus zog, stellte sie sich allen neuen Nachbarn vor und verteilte dabei Muffins. Kurz darauf lud sie zum gemeinsamen Glühweintrinken in den Hof. Damit war sie voll im Trend. Denn nachdem der Begriff „Nachbarschaft“ lange Zeit als piefig galt und Unangenehmes wie Streit oder Kehrwoche suggerierte, gewinnt er in den letzten Jahren wieder an Bedeutung.

Kein Wunder: Wir leben in einer wachsenden Stadt mit 3,5 Millionen Einwohnern, von denen mehr als die Hälfte alleine wohnt. Die Menschen werden immer älter, die Anzahl Alleinerziehender nimmt stetig zu. Für viele Menschen ist der Alltag nur zu stemmen, weil sie gut mit ihrem direkten Umfeld vernetzt sind. Ob Einkaufsdienste, Kinderbetreuung oder Blumengießen im Urlaub: informelle Netzwerke sprießen in fast jedem Mehrfamilienhaus. Schon seit Jahrzehnten gibt es in allen Berliner Bezirken zudem Nachbarschafts- oder Stadtteilzentren, in denen man zu gemeinsamen Aktivitäten zusammenkommt oder Beratung für alles Mögliche findet."

Autorin: Katharina Buri

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