Gedenkort Rummelsburg zur Geschichte des Arbeitshaus und Männergefängnis Rummelsburg

"Der Gedenkort Rummelsburg erinnert mit einer Open-Air-Dauerausstellung an die Geschichte des Berliner Arbeitshauses und späteren Ost-Berliner Männergefängnisses Rummelsburg. Teil des neuen Gedenkortes ist eine Smartphone-App, die als IOS- und jetzt auch als Android-Version erhältlich ist.

Im Arbeitshaus Rummelsburg, -dem größten deutschen Arbeitshaus-, sollten Obdachlose, Bettler und Prostituierte im Anschluss an eine Haftstrafe durch körperliche Arbeit "korrigiert" werden.
Schon im Kaiserreich bezeichnete die Leitung des Arbeitshauses es als "Besserungs- und Zwangsarbeitsanstalt".
Während der NS-Zeit leisteten die nun als „Asoziale“ verfolgten Insassen Zwangsarbeit für kommunale Zwecke. Alle jüdischen Arbeitshaus-Insassen wurden von den Nazis im Rahmen der NS-„Euthanasie“ ermordet.
In der DDR-Zeit wurde Rummelsburg zum Männergefängnis umfunktioniert. Unter ihnen waren auch wegen "asozialem Verhaltens" bestrafte Menschen und politische Gefangene. In der Nacht vom 7./8. Oktober 1989 wurden in Rummelsburg hunderte Demonstranten festgehalten, die in Mitte und Prenzlauer Berg während des offiziellen Festaktes zum 40. Jahrestag der DDR-Gründung protestiert hatten."

"Die Rummelsburg-App enthält u.a. drei Rundgänge über das heute als Wohngebiet genutzte Areal an der Rummelsburger Bucht. Darunter sind auch ein Rundgang in Leichter Sprache und eine Tour für Kids.
Über QR-Codes ist die App mit der Ausstellung verbunden. Ein Slider mit Vorher/Nachher-Bildern ermöglicht visuelle Vergleiche zwischen dem heutigen Zustand und den Gefängnisbauten.

Die Rummelsburg-App kann kostenlos unter
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.dotcombinat.rummelsburg
oder
https://itunes.apple.com/de/app/gedenkort-rummelsburg-1879/id754787898?mt=8
runtergeladen werden.

Mehr Infos zur App und zum neuen Informations- und Gedenkort Rummelsburg finden Sie auch unter: http://www.gedenkort-rummelsburg.de ."